Archiv für November 2008

„biertrinken mit freunden…

… und popper umhau‘n“ und andere parole werden übrigens am kommenden samstag bei silke gedroschen. an den marionettenschnüren ziehen in diesem fall die electrotrashpunker und schreihälse von subcancer!

das ist toll!

unterstell mir nicht, dass die die am lautesten nach toleranz schreien, die intolerantesten sind. wenn du dich nur kurz, nur mal ganz kurz mit dem scheiß hier auseinandergesetzt hättest… nein, ich bin nicht tolerant! gegen solches hippiegeseier, gegen falsch verstandene kritische theorie, gegen stumpfe scheiße, gegen nix-gut niveau, gegen ellbogenpogo, gegen abziehbildchen einer jugendkultur, gegen underoath, gegen rudi völler, gegen gruppenrabatte auf punkkonzerten, gegen alles was hier stinkt. gegen alles was hier stinkt wie der fisch vom kopf her.

sagen zumindest nein nein nein in „gruppenrabatte auf punkkonzerten“. und es ist soo geil richtig!

edit: anhören könnt ihr euch den song bei myspace/neinneinein.

heult doch! – /me party

genau. heult doch! der mainstream blätterwald rauscht gewaltig laut zum thema „Schülerdemo eskaliert: Bannmeile durchbrochen“ (so die überschrift bei neuepresse.de).

was da los war läßt sich so ungefähr bei indymedia nachlesen:

Heute kamen mindestens 4000 SchülerInnen um 12.00 Uhr am Opernplatz in Hannover zusammen um gegen die desolate Bildungspolitik der CDU-geführten Landesregierung zu demonstrieren. Mit einer lautstarken und kraftvollen Demo ging es zunächst durch die Innenstadt zum Landtag. In mehreren Redebeiträgen machten die SchülerInnen ihrem Unmut Luft. …
Am Landtag zeigten die SchülerInnen wie gut sie sich in der Stadt auskennen und umgingen einfach die Bannmeile[nregelung] …

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bei der besagten umgehung der bannmeilenregelung a.k.a. verletzung der bannmeile ging wohl auch eine scheibe am landtag zu bruch. im indymedia artikel findet sich leider keine weitere bewertung der vorkommnisse, vielmehr wird sich in jammereien über die fiese polizei ergangen. ich bin mal wieder erstaunt, daß es bei schülerInnendemos immer wieder zu guten symbolischen aktionen kommt. studi-demos sollten sich eine dicke scheibe davon abschneiden.

aber genug gejammert, wie es mit der protestkultur vor die hunde geht. hier in hannover stellt sich viel mehr die frage, wie das überangebot an feierei des kommenden wochenendes unter einen hut zu bringen ist.

im stumpf heißt es sowohl freitag mit konzert als auch am samstag mit zosh, karaoke und party 9.000.000 jahre kaputte toiletten zu feiern und das wird richtig super!

die playlist der karaokeband läßt dabei einiges erhoffen:

1. Nacht im Ghetto
2. Police Bastard
3. Can‘t Tell No One
4. Bullenschweine
5. I Don‘t Want To Hear It
6. Kriegszustand
7. Obama Youth
8. Staatsfeind
9. Polizei etc. pp.
10. Pöbel und Gesocks
11. Überraschung
12. Vaterland

in der korn holen turbostaat endlich ihr konzert nach. und die glocksee schickt juri gagarin gegen frittenbude auf die bühne.

weiter mit der party geht es dann am übernächsten freitag (21.11.), wenn guts pie earshot und detrend city rockers ebenfalls in der glocksee rocken.

nachtrag

die netzzeitung hat im anhang zu einem artikel über „Die Blogger und James Bond, Barack Obama, SPD in Hessen, Atommülltransporte und Science Fiction“ folgenden satz geschrieben:

Atommülltransporte: Gorleben hat auch aus den Blogs einiges an Beistand erfahren, aber nicht nur liebevollen.

neben einigen anderen blog-artikeln, ist auch mein eintrag „nazischeiß und hippikacke“ unter „nur liebevollen“ zu erreichen. mich wundert, daß die netzzeitung genau meinen beitrag verlinkt. zum anderen scheint die/der zuständige redakteurIn den sinn auch nicht verstanden zu haben, denn es ging mir ja gerade nicht um ein generelles angepisse von leuten, die zum castor fahren, sondern um ein solidarischen gruß an die leute, die (wohl sehr erfolgreich) aktiv gewesen sind.

und nun zu etwas ganz anderen:

vielen dank,

lieber niko für deine grüße:

die werden sich freuen.

„nazischeiß“ und „hippikacke“

können durchaus zutreffende beschreibungen für die proteste gegen den castor transport sein. kritik daran ist völlig legitim, bleibt aber oft nur bei der kritik stehen und eröffnet keine weitergehende perspektive und vergisst gerne, daß es einen castor-widerstand mit emanzipatorischer perspektive gibt.

aus aktuellem anlaß also der verweis auf den castor-ticker 08.

lesenswert ist in dem zusammenhang klimawandel, umweltschutz und kapitalismuskritik die aktuelle ausgabe der arranca. vielleicht als lektüre für die fahrt ins wendland.