Archiv für August 2007

Stumpf

Der Stumpf verkündet in einem Myspace Bulletin:

Liebe Sportfreundinnen, liebe Sportfreunde… liebe Berber.
… es ist mal wieder soweit. Die Sommerpause ist vorbei und ab nun haben wir wieder jeden Mittwoch Punkrockkneipe. Also regelmäßig vorbeischauen, Dünnsinn verbreiten und (lt. Kai-Uwe) warmes Bier saufen.
Desweiteren ist nun unser MyScheiss-Kalender wieder aktuell.

Also hoffentlich bis PANK

STUMPF!

gute sache. noch dazu habe ich das thema ja schon mit dem foto von gestern angeschnitten.
das erste konzert wird dann auch gleich am 14. september fällig. da spielen nämlich just went black, instinct of survival, the gentle art of chokin‘, depressive state und the blinds. wird bestimmt nen super abend!

anti-everything – anti-you!

ich bin grad voll gefrustet! und weil das so ist, lasse ich es an leuten ab, die zwar gerade nix dafür können, aber die auch scheiße sind: „Bollos“! warum? vor allem weil ich einen text im internet gefunden habe, der die ganze thematik ganz gut beschreibt.

Ich dachte, diese ganze „Metalcore Hype“-Geschichte hätte langsam mal ihren Zenit überschritten, aber ich habe mich wohl geirrt. Das passiert halt selbst mir.

Sprach ein Hobby-Musikjournalist früher eine Band aus dem musikalischem Großraum Hardcore auf die Eckpfeiler ihrer Szene-Ideologie an, kam dabei meistens derselbe Senf raus: „Stay true to yourself blabla; Sei ein Individuum und tu das was Du für richtig hältst; wir geben den Leuten nur Denkanstöße zur Diskussion und wollen ihnen nicht unsere Glaubensrichtung aufzwängen“ und so weiter, und so weiter… Selbst bei Straßengang-Tough Guy-Posereien der Marke BIOHAZARD hat man dabei früher zumindest noch versucht, so was ähnliches wie den Protestliedermacher raushängen zu lassen. Und die Flanellhemd- und Kopfsockenträger im Publikum kamen sich dann zumindest noch ein bisschen rebellisch und „indie“ ™ dabei vor, wenn sie im Chor „music for you and me, not the fuckin‘ industry“ oder „fuck the rules, fuck fuck the rules“ mitgrölten.

Wo ist das alles hin? Wenn ich mir heute die hiesige „Metalcore-Szene“ so angucke, geht es da ja echt um gar nichts mehr, außer: Wer hat die meisten Tatoos? Wer hat die größten Ohrlöcher? Wer kann sich mit Möchtegern-Kung Fu-Zappelein und grobmotorischen Ruderübungen am geilsten zum Vollhorst machen?

Und, am schlimmsten: Wer kann die Band, die gerade beim Pressure Fest auf der Bühne steht und nicht dem 08/15-Moshbreakdown-Stickmuster und nicht der Schublade „-core“ entspricht oder nicht so bekannt wie Hatebreed ist, am coolsten ignorieren und als erster schon desinteressiert aus der Halle latschen, bevor sie überhaupt den ersten Ton gespielt hat?

Wo seid Ihr Typen, die mit schräg aufgesetzter Baseballkappe zu Caliban beim Essener Unifest den „Wall of Death“-Käse durchexerzieren eigentlich, wenn im Juz bei Euch um die Ecke, einen Stadteil entfernt oder ein Provinznest weiter gerade die musikalisch ähnlich geartete Underground-Hardcore- oder -Metal-Band xy alles gekonnt in Grund und Boden rockt?

Wo seid Ihr coolen Stylo-Prolls, die sich auf der Bunker-Tanzfläche in der Bochumer Matrix zum Metalcore-Soundtrack gegenseitig für Sekunden alberne Stretching-Verrenkungen vorführen eigentlich, wenn eine Band wie Pro-Pain, die auch „Eurer“ Ich-hau-Dir-aufs-Maul-Prollcore-“Szene“ Grundsteine gelegt hat, heute teilweise nur noch vor 11 Mann spielen muss? Und was ist eigentlich aus diesem „Be an individual“-Blafasel geworden?

Den „Metalcoreler“ kann man in zwei Grundtypen aufteilen:

1.) Der Bollo-Proll
ist die Sorte Typ, die schon damals back in the 90ies mit Ryker’s-Muscleshirt und Wollmütze auffem Kopp rumrannte. Der Unterschied zu Heute ist allerdings, dass noch mehr von dieser Gangsterrapper-mäßigen Möchtegern-Attitüde hinzugekommen ist, und Konzerte durch ihn mehr zu Kickboxveranstaltungen wurden. Sofern er denn überhaupt auf Konzerte geht, denn außer dem obligatorischen Großevent a la „Eastpack Resistance“ lockt solche Leute nix in eine Konzerthalle. Kette überm Unterhemd ist dabei dann aber auch gerne gesehen. Marken-Jogginghose auch nicht verkehrt. Der IQ dieser Typen liegt meistens irgendwo um den Gefrierpunkt.

2.) Der Metro-Styler
Eine Unterart des Bollocorlers weist stark metrosexuelle Tendenzen in Richtung Glam‘n'Goth auf. Auch Männer dürfen sich halt mal schminken, Eyeliner kommt echt chiqué. Ohne schiefe Wuschefrisuren mit viel Gel drin geht auch schon mal gar nix. Mindestens 8 Piercings pro Kopfbereich runden das Bild gegebenenfalls noch ab. Getanzt wird irgendwo zwischen Kung Fu-Gewedel und femininer Hip Hop-Choreographie. Startet der Metro-Styler eine eigene Band, darf es neben dem Death Metal-Riff und dem „Breakdown“-Hüpfpart dann auch gerne mal der große Emo-Singsang-Refrain sein.

ferner gibt es noch:

3.) Die stark verbreitete Mischform aus beidem
Häufig irgendein weder äußerlich noch geistig von der Natur begünstigter Dorfbauer, der sich mit Fleshtunnels und schäbigen Unterarm-Tatoos bei den Stadtmädels interessanter machen will. Möchte eigentlich stylisch rüberkommen, wirkt dabei aber doch irgendwie total versifft. Hört eigentlich immer noch am liebsten Pantera und Life of Agony, sofern er nicht gestern erst dem Kindergarten entsprungen ist und daher vor Hatebreed und Unearth nur Slipknot kannte. Hat sich bei den coolen Jungs aus dem größeren Nachbarprovinztest ein paar coole Moshpit-Windmühlen und Sidekicks abgeguckt, die er der eigenen Dorfjugend dann beim Kneipen-Gig der lokalen Melo-Death-Combo mal vorführt.

und

4.) Das Metalcore-Groupie-Prinzesschen-Dummhuhn
geht eigentlich in Richtung 2.) mit leichtem Einschlag von 3,), ist nur halt auch offiziell und tatsächlich weiblich. Hört eigentlich am liebsten Emo und Indierock und tanzt auch gerne mal auf RnB-Parties, will aber trotzdem bei den coolen Jungs mit dabei sein. Hat natürlich auch ein myspace-Profil mit mindestens einem kunstvoll inszenierten „Schau mir in den Ausschnitt, Kleiner“-Foto. Die „Tatoo/Piercing-Subkultur“-Fassade kann dabei oft nicht darüber hinwegtäuschen, dass man es hier eigentlich doch mit ’nem zickigen Modepüppchen zu tun hat, das auf dem Schulhof immer noch am liebsten Schmink- und Diättipps austauscht, wenn es nicht gerade im H&M ‚n neuen Cowboyhut oder Nietenhalsband kauft. Aber letzteres tut jetzt eigentlich nicht wirklich viel zur Sache.

Denn was ich damit eigentlich sagen will, liegt doch auf der Hand: Bitte, bitte, bitte verschwindet alle wieder in die Löcher, aus denen Ihr gekommen seit und kramt Eure Scooter-CDs wieder raus, denn dazu kann man auch Sport machen. Geht mir nicht mit Euren dämlichen Arm- und Fußrudereien auf den Sack, denn ich will Eure stinkenden Achseln nicht vor meiner Nase haben, ebenso wenig Eure dreckigen Schochen. Wenn Ihr zu viel überschüssige Energie habt, solltet Ihr Euch einfach mal öfter einen runterholen. Das entspannt und ist gesund (wissenschaftlich erwiesen!). Oder geht in einen Kampfsportverein – da braucht Ihr Euren „Musikgeschmack“ samt der zugehörigen „Attitude“ auch nicht allzu stark umstellen, denn je nachdem in welchen Ihr geht, wird da den ganzen Tag entweder Onkelz oder Sido gehört.

Ich bin von dämlichen „Schwer-“ und „Schwarzmetallern“ schon genug geistige Tieffllüge und Totalausfälle gewohnt, finde die typischen „Schiefer Scheitel, Turnjacke, ich bin ja sowas von emo und alle meine Freundinnen sehen aus wie Charlotte Roche“-Visions-Klientel alleine aus Gründen der visuellen Umweltverschmutzung teilweise nicht minder schlimm, aber Ihr „Violent Dancing“-Eastpackgürteltaschenträger geht echt von Allen am allerwenigsten und mir gewaltig auf die Klötze. Wenn Ihr mal wirklich hart sein wollt, macht Ihr am besten mal ’ne Wall of Death mit Eurer Hauswand! Aber schön Anlauf nehmen!

in diesem sinne:

(das foto ist tribute to stumpfklo!)

„Heinrich Böll verhaftet“

titelt zumidenst der BZ-Blog von Ostprinzessin

Frage*: Vor zwei Wochen wurde der Sozialwissenschaftler Andrej H. festgenommen. Nun wurde der Schriftsteller und Übersetzer Heinrich B. verhaftet. Welcher Tat wird Heinrich B. beschuldigt?

Antwort* (BKA und Bundesanwaltschaft):
Heinrich B. ist nach § 129a StGB dringend tatverdächtig, intellektueller Vordenker der linksterroristischen Vereinigung mg (militante gruppe) zu sein. Auf Grund seines permanenten Zugangs zu Bibliotheken – weltweit – und seiner dort vorzufindenden Schmähschriften verfügt er über die sachlichen und intellektuellen Voraussetzungen, die für das Verfassen der vergleichsweise anspruchsvollen Texte der militanten Gruppe erforderlich sind. Heinrich B. muss daher als Rädelsführer der militanten Gruppe um die Brandstifter Florian L., Oliver R. und Axel H. angesehen werden. Die Veröffentlichung “Ende einer Dienstfahrt” kann als zweifelsfreier Hinweis auf die Mitgliedschaft zu dieser gefährlichen, seit 7 Jahren die Grundfeste der staatlichen Ordnung erschütternden, terroristischen Vereinigung festgestellt werden. In “Ende einer Dienstfahrt” befürwortet er die Militanz nicht nur, sondern verleiht ihr eine moralische Legitimation. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des flüchtigen, dringend tatverdächtigen Heinrich B. führen, ist eine Belohnung von bis zu 500.000 Euro ausgesetzt.

Wer das liest, ist Terrorist:

“Johann und Georg Gruhl, Vater und Sohn, sind Möbeltischler. Johann Gruhl hat erhebliche Steuerschulden angehäuft; seine Situation verschlechtert sich, als sein Sohn zur Bundeswehr eingezogen wird. Am Ende seiner Dienstzeit erhält Georg Gruhl den Befehl, durch ziellose Fahrten mit einem Jeep den für die routinemäßige Inspektion erforderlichen Tachometerstand zu erzeugen, fährt aber stattdessen nach Hause. Gemeinsam präparieren Vater und Sohn Gruhl den Jeep und verbrennen ihn unter Absingen von Litaneien auf offener Straße. Vom örtlichen Amtsgericht werden sie zu vollem Schadensersatz und wegen groben Unfugs zu sechs Wochen Haft verurteilt.” (Zusammenfassung aus der Wikipedia)

*Frage/Antwort fiktiv

hintergrund ist, na klar, die verhaftung der 4 „terroristen“. wie denen überhaupt geht, erfahrt ihr bei abrissberlin.

italien

irgendwie scheint es grade einen hype um die geschichte der linken in italien zu geben. so ist im aktuellen antiberliner folgender artikel zu finden:

Italien und das Jahr 1977

Ähnlich wie in der BRD, ist auch in Italien das Jahr 1977 ein Kristallisationspunkt linker Bewegung. Was in der BRD als »Deutscher Herbst« ins kollektive Bewusstsein gerückt ist, ist in Italien eng mit den »Roten Brigaden« (Brigate Rossa – BR), der Autonomia und der Reaktion der Staatsmacht verbunden.

Die Wurzeln der 77er Bewegung liegen im postfaschistischen Italien der fünfziger und sechziger Jahre: Durch die voranschreitende Industrialisierung, besonders in Norditalien, sowie die zunehmende Herausbildung einer Konsumgesellschaft, traten ökonomische, soziale und kulturelle Widersprüche offen zu Tage. Die Kommunistische Partei Italiens (PCI) war nicht in der Lage, die Bedürfnisse einer neuen Generation zu erkennen, so dass diese sich neuen Politik- und Organisationsformen zuwendete.

»Wir wollen alles«

Die neu entstandene Bewegung erhielt Zulauf und Unterstützung von breiten Teilen der Bevölkerung. Im Fokus ihres politischen Denkens und Handeln stand das Subjekt. Grundlage des politischen Verständnisses war die Autonomie dieses Subjektes, das nicht länger warten will, sondern sich kollektiv zusammenschließt, um sich zu nehmen, was ihm zusteht. Am deutlichsten spiegelte sich dieses in der Parole »Wir wollen Alles« wieder.
Die Bewegung lebte von ihrer Breite, den Stadtteilinitiativen,den Fabrikgruppen, den Hausbesetzungen, den feministischen Gruppen, sowie den unzähligen Zeitungs- und Radioprojekten.

Neue Themen fanden sich in den Diskussionen der Linken wieder, genauso wie neue Kommunikations- und Organisationsformen.
Schon bei den Auseinandersetzungen in den sechziger Jahren, kam es zur Radikalisierung der Bewegung. Es entstanden Gruppen wie »22. Oktober« (oder die Partisanengruppe GAP), die mit Anschlägen auf Autos oder Maschinenzerstörungen, die Forderungen der Bewegung radikalisiert widerspiegelten. Dabei operierten die Gruppen teilweise offen, was ihnen eine hohe Legitimität in der Bewegung sicherte.
In den siebziger Jahren nehmen die Spannungen zwischen der neuen linken Bewegung und der etablierten Herrschaft zu. Im Jahre 1977 fanden bereits über 2.000 bewaffnete Aktionen statt, Gruppen wie die 1970 entstandenen BR hatten großen Zulauf, und auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu bewaffneten Aktionen.

Unbekannte Militanzqualität

Nach dem die Spannungen zu nahmen und die staatliche Seite eng mit faschistischen Organisationen gegen die linke Bewegung vorgingen, wurde auch das Niveau der Auseinandersetzungen immer härter. So wurde die besetzte Universität von Bologna 1977 militärisch geräumt. Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurde ein Jugendlicher von einem Carabinieri erschossen. Die anschließenden Demonstrationen in verschiedenen italienischen Städten fanden ihren Ausdruck in einer unbekannten Qualität an Massenmilitanz. Mit Waffen und Molotowcocktails ausgerüstet, wurden Polizeireviere, Kasernen und Parteibüros angegriffen. Es kam zu Schießereien mit der Polizei, sowie der anschließenden militärischen Besetzung mehrerer Städte wie Rom, Bolgna und Mailand.

Flucht ins Exil

Eine Repressionswelle brach über die Bewegung herein. Linke Zentren und Treffs wurden gestürmt und zerstört, Massenverhaftungen fanden statt, denen über 15.000 Linke zum Opfer fielen. Eine der bekannesten Personen war Antonio Negri. Aktivisten wie Negri mussten ins Exil fliehen und leben teilweise heute noch dort.
Die Bewegung war zerstört, da sie nicht in der Lage gewesen war auf die Repressionen eine Antwort zu finden. Nur langsam gelang es in Italien eine radikale Linke wieder aufzubauen. Die gesellschaftspolitischen Ereignisse in Italien 1977 sind nicht nur für die italienische Linke ein wichtiger Bezugspunkt, der Fragen aufwirft und Inspiration gibt.

aktuell wird wohl auch in italien gegen vermeintliche terroristInnen ermittelt:

Zur gegenwärtigen Repression gegen mutmassliche Mitglieder der Roten Brigaden in Italien

Der aktuelle Repressionsschlag:
Am Montag, den 12.Februar 2007 stürmten mehrere vermummte Hundertschaften des italienischen Staatsschutzes ca. 80 Wohnungen, Zentren, Büros und Arbeitsräume in Norditalien und der Schweiz, in Padova, Turin, Triest, Mailand und Zürich (hier gemeinsam mit den Schweizer Trupps). Sie verwüsteten zahlreiche Räumlichkeiten, beschlagnahmten Gegenstände wie PCs, Handys und Adressbücher und nahmen zahlreiche Personen, darunter eine Schwangere und alte Menschen mit zur erkennungsdienstlichen Behandlung. Schliesslich wurden fünfzehn der Betroffenen offiziell verhaftet, in den Folgetagen kam es zu weiteren Durchsuchungen und 4 weiteren Verhaftungen. Die Anklagepunkte (u.a. §306: „bewaffnete Bande“ und §270b „subversive Vereinigung mit terroristischer Ausrichtung“) beziehen sich auf mehrere Aktionen, die die Betroffenen geplant haben sollen, unter anderem auf einen Cheftheoretiker des Sozialabbaus (Ichino), auf einen Sitz des Erdölkonzerns ENI, sowie die Stadtvilla Berlusconis in Mailand. Zugleich werden ihnen bereits eine abgebrochene Geldbeschaffungsaktion und ein Sprengstoffanschlag auf einen Sitz der faschistischen Forza Nuova zugerechnet. Ihre theoretischen Positionen hätten die KommunistInnen im Alter von 21 bis 50 in der Zeitung „Aurora“, die für den Aufbau einer politisch-militärischen kommunistischen Partei im Sinne (der 2.Position) der BR-PCC (Brigate Rosse- Partito Comunista Combatente, Rote Brigaden – Kämpfende Kommunistische Partei) eintritt, veröffentlicht.

mehr dazu

also alles wie hier…

zdf punk

ich hätte nicht gedacht, daß ich meine neue kategorie „punk, alter“ mit einer meldung zum zdf einweihe, aber iss‘ halt so ey, ne?
also:

„Punk im Dschungel“ ist der Auftaktfilm der Reihe „Für immer Punk“, die „Das kleine Fernsehspiel“ zusammengestellt hat anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Punk-Explosion im Jahre 1977.

Der Dokumentarfilm „Punk im Dschungel“ begibt sich mit der schwäbischen Punkband „Cluster Bomb Unit“ auf eine Reise durch Indonesien. Wir entdecken eine junge Generation zwischen islamischer Tradition und westlichem Lifestyle und erleben Popmusik als Katalysator für gesellschaftliche Veränderungen.

Die Rebellion des Punk ist in Deutschland allenfalls noch als modische Attitüde bei H & M aktuell. Doch in Indonesien ist Punk für viele Jugendliche identitätsstiftend und ein Motor für neue soziale Bewegungen. Punk und Kopftuch, das ist dort kein Gegensatz. Die viertgrößte Nation der Welt mit überwiegend islamischer Bevölkerung und demokratischer Regierung seit 2004 befindet sich in einer tiefen Umbruchphase. Hier lösen die in die Jahre gekommenen schwäbischen Punkmusiker eine Welle der Begeisterung aus, die nur auf den ersten Blick kurios erscheint.

Andreas Geiger hat bereits mit seiner vielbeachteten Doku „Heavy Metal auf dem Lande“ einen besonderen Blick für das Aufeinandertreffen von Gegensätzen gezeigt. Wenn er auf seiner ungewöhnlichen Reisedokumentation „Punk im Dschungel“ jetzt eine schwäbische Punkband zuhause und durch Indonesien begleitet, treibt ihn die Neugier auf den Kulturclash ebenso wie sein Interesse für rebellische Jugendbewegungen. 30 Jahre nach dem Entstehen des Punk in England entfaltet sich die rebellische Kraft des Punk in Indonesien auf ihre ganz eigene Art.

weitere folgen sind:
20. august: „Pop Odyssee: House of the Rising Punk“
27. august: „Störung Ost“
3. september: „Brennende Langeweile“

das ganze via

por vuestra libertad y la nuestra

der spruch steht seit neustem an einer wand in west belfast. dazu noch ein sehr schickes wandgemälde. grund für die mal-aktion war eine veranstaltung mit einem irischen spanienkämpfer in diesem stadtteil.

via indymedia

spiderschwein

nicht nur ein olles youtube video. sondern ein olles youtube video mit hintergedanken. darauf gekommen bin ich, als es neulich darum ging, ob ich den simpsons film im kino ankucken sollte. ich habe mich dagegen entschieden, weil ich angst hatte mir da was kaputt zu machen. mittlerweile wurde mir aber erzählt der film ist eigentlich ne lange serien-episode. und jetzt freu ich mich drauf!! „spiderschwein, spiderschwein…“ ;)